Dancing Cheek To Cheek

Nordische-Musik
January 2004


Songqualität: 6/6 stars
Interpretation: 6/6 stars
Klang: 5/6 stars


Nein, diese Dänen. Sitzen gut gelaunt in kurzen Hosen im Affenbrotbaum und lassen es sich gut gehen. Denn aus der Ferne kommt ihnen Schritt für Schritt Pierre Dørge entgegen, hinter ihm aufgereiht die zwölf Mitglieder seines New Jungle Orchestra. Plus Gäste wie der Kora-Spieler Dawda Jobarteh, der Posaunist Ray Anderson oder der Flötist Anders Hagberg.

Und sogleich stimmt man mit ein in den quirligen Afro-Jazz dänischer Prägung; so schwer von Bläsersätzen getränkt, dass die Boxen wummern. Als Material dienen dazu sowohl Zulu-Tänze wie Gamelan-Rhythmen oder eine Hommage an Sun Ra. Zugleich hat man auch ein Händchen für illustren, von perlenden Vibraphonklängen getragenen Barjazz und hält so den Spannungsbogen, den der erste Song bietet: eine elegische Coverversion von »Cheek To Cheek« – Ella Fitzgeralds Partie dabei dargeboten von Josefine Cronholm.